Inklusion – ein Erfolgskonzept

Seit 2006 war das Thema Inklusion ein fester Bestandteil jeder Debatte, die sich mit der Zukunft unseres Bildungswesens beschäftigte. Doch zum Glück wurde nicht nur geredet, sondern auch tatsächlich gehandelt: Rund jeder 3. Schüler mit geistiger oder körperlicher Behinderung besucht nun eine Regelschule – das ist ein Anstieg von 70%. Und die zwischenmenschlichen Erfolge, die dies mit sich bringt, sind klar: Toleranz und Bewusstsein der Nicht-Behinderten gegenüber Behinderungen wächst deutlich, da diese durch die Inklusion in den normalen Schulalltag eingebunden sind und schnell ihre “Besonderheit” verlieren. Die Behinderten wiederum profitieren, da ihr Zugehörigkeitsgefühl zunimmt und sie ihre Behinderung wesentlich weniger als solche wahrnehmen. Das Konzept geht auf, daran besteht kein Zweifel. Jedoch ist es noch ein weiter Weg, bis man überall von Inklusion sprechen kann. Es gibt leider immer noch große Unterschiede, wenn man Standorte vergleicht. So liegt die Inklusionsrate im Spitzenreiter-Bundesland Bremen bei rund 70%, während Schlusslicht Hessen mit knapp 22% fast 50% zurückliegt. In Sachen Bildungsniveau ist klar erkennbar, dass die Inklusionsrate mit steigender Schwierigkeit abnimmt. So beträgt der Anteil in Grundschulen und Kindergärten fast 50%, während Gymnasien nur mit vergleichsweise niedrigen 10% aufwarten können. Trotzdem, die Inklusion ist auf einem guten Weg, der Normalfall zu werden. Bis dahin gibt es noch viel zu tun, um diese Mammutaufgabe gänzlich zu bewältigen. Die Aussichten sind jedoch vielversprechend.

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