Wie sich Rassismus am Arbeitsplatz bekämpfen lässt

Rassismus am Arbeitsplatz lässt sich nicht einfach mit politischer Korrektheit lösen. Durch die stärkere Thematisierung von Rassismus, Sexismus und Gender-Fragen in den letzten Jahren, scheinen Toleranz sowie ein allgemeines Bewusstsein für solche Themen in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Rassismus am Arbeitsplatz sollte also der Vergangenheit angehören – könnte man zumindest meinen. Doch ist solch ein komplexes Thema nie einfach so gelöst. Eine aktive Auseinandersetzung ist notwendig, damit unterschwellige Vorurteile nicht wieder irgendwann zum Problem werden. Rassismus sitzt nämlich in den Köpfen. Daher bringt es die Gesellschaft oder eine Gruppe in der Gesellschaft – wie etwa eine Firma – nicht weiter, wenn einfach nur bestimmte Wörter vermieden werden und bestimmte Witze verboten sind. Die meisten Menschen haben Vorurteile, auch die, die sich für tolerant halten. Im Grunde geht es ja darum, Menschen und vermeintliche Gruppen von Menschen nicht zu verurteilen. Wenn Menschen sich ihrer Vorurteile und Denkmuster bewusst werden und anfangen, miteinander zu kommunizieren, anstatt sich nur still Meinungen über die anderen zu bilden, dann sind sie auf einem guten Weg. Ein vorausschauender Arbeitgeber kann beispielsweise Experten einladen, Vorträge über dieses Thema zu halten. Solche Veranstaltungen können die Kollegen auch untereinander näher bringen und dabei helfen, Vorurteile aus der Welt zu räumen.

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